Herstellungsprozess einer Rasierklinge für einen guten Rasierer

Prozessübersicht: Schärfen – Härten – Schneiden der Klinge – Polieren – Beschichten & Brennen – Prüfen

Das Edelstahlmaterial für Rasierklingen wird maschinell verarbeitet. Es enthält Chrom, wodurch es rostbeständig ist, und einige Prozent Kohlenstoff, der die Klinge härtet. Das Material ist etwa 0,1 mm dick. Das bandartige Material wird abgerollt, nach dem Stanzen von Löchern mit der Presse wieder aufgerollt. Pro Minute werden so über 500 Rasierklingen hergestellt.

Nach dem Pressvorgang lässt sich der Edelstahl noch biegen. Daher wird er gehärtet, indem er in einem Elektroofen auf 1000 °C erhitzt und anschließend schnell abgekühlt wird. Durch erneutes Abkühlen auf etwa -80 °C wird der Edelstahl noch härter. Durch erneutes Erhitzen erhöht sich die Elastizität des Edelstahls, und das Material wird bruchfester, wobei sein ursprüngliches Aussehen erhalten bleibt.

Das Schärfen von Klingen durch Abschleifen der Schneidefläche von gehärtetem Edelstahl mit einem Wetzstein wird als „Schneiden“ bezeichnet. Dieser Prozess besteht darin, das Material zunächst mit einem groben Wetzstein, anschließend in einem spitzeren Winkel mit einem mittleren Wetzstein und schließlich die Klingenspitze mit einem feineren Wetzstein zu schleifen. Diese Technik des Schärfens dünner, flacher Materialien in einem spitzen Winkel beinhaltet das Know-how, das die JiaLi-Werke über Jahre hinweg gesammelt haben.

Nach dem dritten Schleifschritt sind an den geschliffenen Klingenspitzen Grate (unebene Kanten, die beim Schleifen entstanden sind) sichtbar. Diese Grate werden mit speziellen Abziehriemen aus Rinderhaut poliert. Durch die Variation der Abziehriemen und ihrer Anwendung lassen sich mit submikronischer Präzision Klingenspitzen mit perfekter Form für die Rasur und höchster Schärfe herstellen.

In diesem Arbeitsschritt werden die polierten Rasierklingen erstmals einzeln getrennt, anschließend gebündelt und aufgespießt. Die Klingenrückseite weist den typischen Glanz von Edelstahl auf, während die scharfe Klingenspitze das Licht nicht reflektiert und schwarz erscheint. Reflektiert die Klingenspitze das Licht, ist sie nicht ausreichend scharf und somit fehlerhaft. Jede Rasierklinge wird auf diese Weise einer Sichtprüfung unterzogen.

Maximal geschärfte Klingen werden mit einem harten Metallfilm überzogen, um ihren Abrieb zu minimieren. Diese Beschichtung schützt die Klingenspitzen zudem vor Rost. Zusätzlich werden die Klingen mit Fluorharz beschichtet, damit sie sanft über die Haut gleiten. Das Harz wird erhitzt und schmilzt, um einen Film auf den Oberflächen zu bilden. Diese zweilagige Beschichtung verbessert die Schärfe und Haltbarkeit der Rasierer deutlich.

 


Veröffentlichungsdatum: 14. Mai 2024